Soleá
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Was ist das?
Die Soleá ist einer der bekanntesten und respektiertesten Stile unter den Künstlern und Flamenco-Liebhabern. Sie gilt als der Stil, der die musikalische Ästhetik des Flamenco-Genres selbst geprägt hat.
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Warum wird es verwendet?
Wenn wir diesen Flamenco-Stil interpretieren, sei es im Tanz, Gesang oder Spiel, suchen wir nach einer Befreiung von den Erinnerungen, die uns Schmerz oder innere Konflikte bringen. Es handelt sich um einen ernsten Stil, der die Katharsis des Künstlers und des Publikums sucht.
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Thematik
Die Soleá ist ein Stil, dessen Name das Gefühl von Einsamkeit und Introspektion widerspiegelt, das er erzeugt. Die Texte dieses Gesangs beziehen sich in der Regel auf eine sehr spezifische Art von Trauer. Eine Trauer, die durch Verlust verursacht wird – nicht unbedingt durch den Tod.
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Kleidung
Die verwendete Kleidung ist dunkel und schlicht, was hilft, die Atmosphäre der soleá zu schaffen. In der Regel finden wir in diesem Tanz nur wenige Accessoires. Dennoch gab es Künstler wie Chana, die mit Kastagnetten und bata de cola tanzten, oder eine unserer Künstlerinnen, Vanesa Coloma, die oft bata de cola in diesem Stil trägt.
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Wie wird es interpretiert?
Wie bei den meisten Flamenco-Tänzen wird die soleá in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil ist der Hauptstil, den wir tanzen – in diesem Fall die soleá – und der zweite Teil dient dazu, den Tanz zu beenden, in diesem Fall die bulerías. Wir werden einen sehr feierlichen Tanz erleben, bei dem das Gefühl, das die soleá vermittelt, in jeder Geste und Bewegung des Interpreten präsent ist.
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Ein wenig Geschichte
Die soleá ist einer der charakteristischsten Tänze des Flamenco-Genres, da sie alle wesentlichen Elemente der Tanzästhetik vereint. Dennoch ist sie nicht der älteste Tanz dieses Genres. Neueste Theorien besagen, dass diese Elemente der soleá von einem älteren Tanz übernommen wurden; den alegrías. Als Stil können wir ihre Existenz als einen Prozess der „Zigeunerisierung“ von populären Melodien zu Beginn des 19. Jahrhunderts rechtfertigen. Dieser Prozess wurde zu einem Modeerscheinung der Zeit und legte die ästhetischen und musikalischen Grundlagen für die Melodien dieses und anderer Stile wie der caña oder der seguiriyas. Der Tanz hat seine Ursprünge in den „Jaleo“-Tanzformen des 19. Jahrhunderts, die Schritte und Elemente beinhalteten, die wir mit der Zeit vor dem Flamenco in Verbindung bringen können. Diese „Jaleos“ führten zum Tanz, den wir heute kennen und der aus historischer Sicht relativ neu ist. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Tänzerin Rosario „La Mejorana“ standardisiert.
Viel Spaß!