
Wöchentlicher Flamenco-Spielplan in Madrid
Programmänderungen vorbehalten. Es ist möglich, Tickets im Voraus zu kaufen, auch wenn das künstlerische Programm für einige Monate noch nicht...
Der Flamenco ist ein künstlerischer Ausdruck, der verschiedene Disziplinen vereint. Seine traditionelle Lernform war die mündliche Überlieferung. Deshalb ist es wichtig, den Flamenco-Tanz weiterzugeben, um ihn zu erlernen und zu bewahren.
Gerade beim Tanz wird das besonders deutlich, da es keine effektive Methode gibt, ihn schriftlich festzuhalten. Die Persönlichkeiten des Flamenco-Tanzes waren Vorbilder für nachfolgende Generationen.
Canales ist so einer, den man nicht vergisst. Geboren in Sevilla, aufgewachsen mit dem Flamenco. Seine Karriere? Beeindruckend: Nationalballett, Paris, große Produktionen. Aber darum geht’s nicht.
Er ist ein Meister der Meister und ein Vorbild für junge Talente. Antonio stammt aus einer Künstlerfamilie, die ihm die Liebe zu dieser Kunstform mitgegeben hat.
Er begann seine Karriere als Tänzer beim Nationalballett von Spanien, verließ es jedoch später, um nach Paris zu ziehen und dem Ballett von Maguy Marin beizutreten. Meister Antonio Canales wird für sein explosives Talent und seine erfolgreiche Laufbahn weltweit bewundert. Er ist einer der bekanntesten Bailaoren ganz Spaniens. Seine Kunst spiegelt die Größe des Flamenco-Tanzes wider, begleitet von einem einzigartigen Stil.
Was heute passiert, ist spannend: Junge Leute bringen ihre Sicht ein. Sie kopieren nicht. Sie fühlen, interpretieren, nehmen das Alte – und machen was Eigenes draus.
Das Ergebnis? Authentisch. Nahbar. Und trotzdem tief verwurzelt im Ursprung.
Weitergeben, nicht bewahren
Der Flamenco stirbt nicht. Solange er getanzt, gezeigt und gespürt wird, lebt er weiter. Nicht im Museum. Sondern auf der Bühne. Im Tablao. In Blicken. In Stille. Und im Applaus.
Im Tablao Flamenco 1911 sieht man genau das. Abend für Abend. Da passiert kein “Programm”. Da wird ein Funke weitergereicht.