
Wöchentlicher Flamenco-Spielplan in Madrid
Programmänderungen vorbehalten. Es ist möglich, Tickets im Voraus zu kaufen, auch wenn das künstlerische Programm für einige Monate noch nicht...
Referenz: Lola Flores im Gespräch mit Frank Sinatra und Ava Gardner in Madrid, 1960.
Referenz: Plakat des Films La niña de tus ojos von Fernando Trueba mit Penélope Cruz. 2016.
Unser Lokal birgt von Anfang an eine Fülle von Geschichten und Geheimnissen, die – im Flüsterton oder lautstark – die Nächte unseres Tablao mit Charakter gefüllt haben.
Hier sind einige der berühmtesten Anekdoten… aber wie du weißt: Die Geschichte hat gerade erst begonnen. Jede Epoche bringt neue Geschichten hervor, die weiterhin die Persönlichkeit unseres einzigartigen Ortes prägen werden.
Vielleicht wirst du der nächste Protagonist – oder zumindest ein Zeuge – der kommenden Geschichte.
Referenz: Wikipedia-Eintrag zu Juanito Valderrama. Veröffentlicht auf: es.wikipedia.org
Datei: Juan_el_de_la_Vara_con_Juanito_Valderrama_y_Marchena.jpg
Als Epizentrum der Flamenco-Welt war das Tablao 1911 das Sprungbrett für viele Künstler – auch wenn sie nicht immer direkt auf der Bühne begannen.
Man sagt, dass der berühmte Sänger Miguel Molina in diesem Tablao angefangen hat – allerdings als „Taschendieb-Wächter“, wie man damals die Sicherheitskräfte nannte, die dafür sorgten, dass Feiernde nicht bestohlen wurden. In einer Pause hörten seine Chefs ihn singen – und waren begeistert. Natürlich änderten sie sofort seine Aufgaben, und der junge Miguel fand seinen Platz auf der Bühne.
Ähnlich war es bei Juanito Valderrama, der ursprünglich als Kellner arbeitete und zufällig entdeckt wurde, als er im Personalumkleideraum sang.
König Alfons XIII. war bei seinen nächtlichen Streifzügen durch die Lokale und Vergnügungsorte der Hauptstadt ein regelmäßiger Gast in diesem Etablissement. Gerüchten zufolge gelangte Seine Majestät durch geheime Gänge, die das Tablao mit dem Königspalast verbanden, in die privaten Bereiche – um nicht offen vom Volk gesehen zu werden.
Im Keller des Lokals sind noch heute die Eingänge zu den drei unterirdischen Gängen zu sehen, die im 10. Jahrhundert von den Arabern gegraben wurden und einen direkten und privilegierten Zugang zum Lokal oder zu seinen privaten Räumen ermöglichten.
„In den Kellern sind noch immer die Eingänge zu den drei unterirdischen Gängen zu sehen, die im 10. Jahrhundert von den Arabern gegraben wurden.“
Einer führte tatsächlich vom Lokal zur Plaza de Oriente und zum Königspalast, ein anderer zur Plaza de Neptuno, wo sich die historischen Luxushotels Palace und Ritz befinden. Der dritte, inzwischen zugemauert, führt an einen unbekannten Ort.
Referenz: Lola Flores im Gespräch mit Frank Sinatra und Ava Gardner in Madrid. 1960–1965.
Veröffentlicht auf: inoutviajes.com
In den 50er- und 60er-Jahren wurde Madrid zu einem exotischen und reizvollen Ziel für zahlreiche internationale Persönlichkeiten.
Der amerikanische Schriftsteller Ernst Hemingway, fasziniert von der Volkskultur, der spanischen Kunst und allem, was unseren Folklore umgibt, besuchte das Tablao, um die Wurzeln des Flamenco zu erleben.
Auch Hollywood-Schauspielerinnen wie Audrey Hepburn oder Ava Gardner, angezogen von Stierkämpfen und Flamenco, kamen nach Madrid.
Es war ein Ort, der häufig von Hollywood-Stars besucht wurde, die vom Flamenco fasziniert waren.
Tatsächlich nahm Ava Gardner das Tablao in ihre bekannten nächtlichen Streifzüge durch das Madrider Nachtleben auf. Dort begegnete sie bedeutenden Persönlichkeiten aus der Kunstszene und der Welt des Stierkampfs – wie etwa Luis Miguel Dominguín, mit dem sie bekanntermaßen eine kurze, aber sehr leidenschaftliche Affäre hatte.
Szene aus dem Film „Tacones Lejanos“, gedreht im Tablao, in der die dekorativen Wandgemälde des Lokals zu erkennen sind.
Neben der Handschuh-Szene von Miguel Bosé in „Tacones Lejanos“ dienten auch die Fliesen und Bögen bei weiteren Gelegenheiten als Filmkulisse.
1993 waren Rocío Jurado und Paco Rabal im Tablao zu sehen, im Remake des Films „La Lola se va a los puertos“.
2015 wird es eine der Drehorte von „Ocho apellidos catalanes“ sein. In einer der lustigsten Szenen des Duos, das von Karra Elejalde und Dani Rovira gebildet wird.
1998 wählt Fernando Trueba den unverwechselbaren Lokal als Schauplatz für den Film „La niña de tus ojos“ mit Penélope Cruz, Antonio Resines, Rosa María Sardá, Javier Cámara, Santiago Segura und dem Amerikaner Mandy Patinkin.