José Escarpín und sein Guinness-Rekord im Tablao Flamenco 1911
Der Guinness-Weltrekord des Flamenco kommt zum ältesten Flamenco-Tablao der Welt: Tablao Flamenco 1911.
Schon seit dem 19. Jahrhundert sind Frauen im Flamenco aktiv, auch wenn ihre Rolle damals oft auf den privaten Bereich beschränkt blieb. Dennoch spielten sie eine zentrale Rolle in der Entwicklung dieses künstlerischen Ausdrucks.

Tanzverteilung auf der Bühne eines singenden Cafés. Nuevo mundo (Madrid). Nr. 770 8/10/1908
In jener Zeit war die Position der Frau im Flamenco in allen Disziplinen kompliziert und oft marginalisiert. Doch mit der Zeit schufen sich Tänzerinnen, Sängerinnen und Gitarristinnen ihren Platz – auf der Bühne, in der Lehre und in der künstlerischen Leitung.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts begannen viele von ihnen, ihre eigenen künstlerischen Wege zu gehen. Sie wurden zu Protagonistinnen, nicht nur Interpretinnen.

Sevillanische Dame, die Gitarre spielt. E. Gateau/ J. Laurent. 1878. Ruiz Venacci Archive, NIM 17618. Fotothek des Instituts für Kulturerbe in Spanien. Ministerium für Kultur.
Zahlreiche Musikerinnen und Forscherinnen haben in den letzten Jahren vergessene oder wenig bekannte Künstlerinnen dokumentiert – ein entscheidender Schritt, um die weibliche Perspektive im Flamenco zu würdigen.
Ein leuchtendes Beispiel: Carmen Amaya, deren Stil und Energie das Publikum weltweit begeisterten und die den Flamenco-Tanz revolutionierte.

Carmen Amaya. Autor unbekannt.
Heute begegnen wir Frauen im Flamenco nicht nur auf der Bühne. Sie sind Veranstalterinnen, Managerinnen, Kuratorinnen, Fotografinnen, Forscherinnen, und natürlich Tänzerinnen, Sängerinnen und Gitarristinnen.
🔴 Aktualisierung März 2026: Um diese Geschichte zu würdigen und den Flamenco zur Woche der Frau zu feiern, präsentiert das Tablao Flamenco 1911 den Zyklus „3 Generationen“, der diese Feier zur Woche der Frau macht. Eine einzigartige Aufführung unter der Leitung der Premio-Desplante-Preisträgerin Paula Rodríguez Lázaro.